Herausgeber: C. DiBona, S. Ockman, M. Stone Titel: Open Sources, Verlag: O Reilly, Preis: 24 Dollar 95 Titel: Open Source kurz und gut, Verlag: O Reilly, Preis: 5 Mark

Die Entwicklung von Open Source Software war lange Zeit ein Thema für Hacker und Computerfreaks. Seit dem erstaunlichen Erfolg des Open-Source-Betriebssystems ist freie Software zu einem Thema geworden, das auch Menschen interessiert, die nicht wissen, was ein Kernel oder GPL ist - und das auch gar nicht so genau wissen wollen.

Der englischsprachige Sammelband "Open Sources: Voices from the Open Source Revolution" ist das erste Buch, das einen Überblick über dieses faszinierende Kapitel der Computergeschichte gibt. Die Mehrheit der Texte ist überraschend untechnisch und auch für Laien verständlich. Leider merkt man dem Buch an, dass es etwas hastig zusammengestellt wurde, um sich an das Trendthema zu hängen. Trotzdem ist "Open Sources" ein wertvoller Beitrag zur Kulturgeschichte des Hackertums. Mit ihm hat allerdings wohl auch die Mystifizierung der Protagonisten der Open-Source-Szene begonnen.

Wer weniger Zeit zum Lesen hat oder kein Englisch kann, findet in "Open Source: kurz & gut " eine Lektüre für Minuten. Das 60 Seiten dünne Heftchen ist schnell gelesen. Es bietet eine Blitzeinführung ins Thema sowie Interviews mit Leuten wie dem Freie-Software-Apostel Eric Raymond und Linux-Entwickler Linus Torvalds. Die Frage, warum alle Bücher aus dem Computerverlag O Reilly grausige Tierbilder auf dem Umschlag haben müssen, beantwortet es allerdings nicht.