„Es wird sowieso alles von Piraten geklaut“Ist Online-Streaming und Video-On-Demand die Zukunft des Independent-Films? Oder das Ende des Programmkinos? Dank digitaler Videoameras und leistungsstarker Postproduction-Software für den PC kann heutzutage jeder einen No-Budget-Film machen, wenn er genug Freunde hat, die ihm umsonst bei den Dreharbeiten helfen. Über Video-Websites wie YouTube kann er sein Werk einem globalen Publikum zugänglich machen. Mit geschicktem Viral-Marketing oder mit der Unterstützung einer Crowd von Fans mag es unserem Videoamateur sogar gelingen, seinen Film zu einem Publikumserfolg zu machen. Aber wie verdient er Geld mit seinem Werk? Amerikanische Independent-Regisseure experimentieren seit einiger Zeit mit den Möglichkeiten, die Video-on-demand und Streaming – also die Verbreitung über das Internet – ihnen bieten. Diese Versuche liefern wichtige Erkenntnisse darüber, wie der digitale Vertrieb von Filmen die Kinobranche als ganzes verändern könnte. Denn der wird dank der zunehmenden Verbreitung von Breitband-Internet-Anschlüssen zu einer immer wichtigeren Vertriebsform. Genaue Zahlen gibt es wegen der Vielzahl der Anbieter noch nicht. Doch in den USA waren nach einer Studie der Marktforschungsfirma NPD Group 2012 bereits 38 Prozent aller ausgeliehenen Filme “digital movie rentals” bei Online-Anbietern wie Netflix, iTunes oder Amazon. In Deutschland muss man sich in Sachen Online-Streaming noch weitgehend mit dem Mainstream zufrieden geben, den Watchever, Maxdome und Co anbietet (oder auf illegale Piraten-Streaming-Sites zurückgreifen). In den USA haben Netflicks oder Amazon inzwischen auch Art House Filme im Programm. Vor kurzen hat die Videotheken-Kette Blockbuster, die in den USA noch vor zehn Jahren ein landesweites Netz von Filialen und Tochterunternehmen rund um den Globus hatte, angekündigt, dass Anfang 2014 die letzten verbliebenen 350 Filialen geschlossen werden. Das lässt nichts Gutes vermuten für die etablierten Vertriebswege von Filmen. Das Geschäftsmodell der Musikindustrie ist durch die Vertriebsmöglichkeiten, die das Internet bietet, in den letzten Jahren grundlegend umstrukturiert worden. Steht dem Filmgeschäfts nun eine ähnliche Veränderung bevor? Profitieren könnten von dieser Entwicklung Filmemacher, die von dem traditionellen Vertriebsmodell bisher sowieso nichts gehabt haben: unabhängige Regisseure, die ihre Filme für einen gut definierten Nischenmarkt produzieren. Einige von ihnen finanzieren in den USA ihre Filme inzwischen tatsächlich durch den Internet-Vertrieb per Streaming – mit vollkommener künstlerischer Freiheit und ohne den Businessplänen Hollywoods entsprechen zu müssen. Und bei einer Handvoll von ihnen haben die sehr persönlichen Filme, die so entstanden sind, dann sogar doch wieder dazu geführt, dass ihre Filme ganz regulär ins Kino kommen. Um sich durch Internet-Streaming zu finanzieren, müssen die Filme freilich zunächst einmal eins sein: billig. Besonders die lose Gruppe von Regisseure, die in den vergangenen zehn Jahren unter dem Label Mumblecore kleine, unabhängige Low-Budget-Filme fern von Hollywood produziert hat, haben es gelernt, sich zu finaziell beschränken: Um Geld zu sparen, produziert man sich gegenseitig die Filme oder übernimmt Gastrollen. Damit haben Regisseure wie Andrew Bujalski, Lynn Shelton, Joe Swanberg oder die Gebrüder Duplass nicht nur Festivalerfolge gefeiert, sondern sind langsam auch im Kino angekommen: Filme wie “Cyrus” von den Duplass-Brüdern, “Frances Ha” von Noah Baumbach oder “Computer Chess” von Bujalski kamen auch in Deutschland in die Kinos. Doch wer auf die Website von “Computer Chess” geht, kann dort auf den Link “Watch this film” klicken, von wo er den Film ohne Kopierschutz direkt in DVD-Qualität herunterladen, oder via iTunes, Google Play, Amazon Instant Video und Vudu ansehen kann – und das schon, als der Film in Deutschland noch gar nicht ins Kino gekommen war. Einmaliges Anschauen kostet je nach Filmqualität zwischen vier und sechs Dollar; um ihn auf der Festplatte speichern zu können, muss man zwischen neun und vierzehn Dollar bezahlen – das entspricht etwa den Ticket-Preisen in amerikanischen Kinos. In den USA gibt es darüber hinaus noch die Möglichkeit, den Film kostenpflichtig im Kabelnetz als Video-on-demand zu sehen. Seit Steven Sonderberg 2005 seinen Film “Bubble” gleichzeitig im Kino, auf DVD und als Video-on-demand-Angebot herausbrachte, hat sich diese Veröffentlichungsmethode, die in der Branche “Day and Date” heißt, in atemberaubenden Tempo ausdifferenziert. Inzwischen können Regisseure im besten Fall ihre für wenig Geld selbst produzierten Filme durch den digitalen Vertrieb selbst refinanzieren, ohne das Streifen jemals in einem Kino gezeigt wird. Da hier kein Vertrieb und kein Filmheater an den Einnahmen beteiligt ist, verdient man pro Zuschauer mehr, muss allerdings auf das Marketing verzichten, das ein Verleih bietet. Wenn ein Film dann doch noch ins Kino kommt, zum Beispiel weil er ein Festivalerfolg war, ist das ein Bonus, aber es geht auch so. So ist eine Infrastruktur entstanden, mit der manche Regisseure von ihren Filmen leben und weit weg von Hollywood in Städten wie Austin oder Chicago drehen können, ohne auf die Industrie oder institutionelle Förderung angewiesen zu sein. Gerade im Segment des “Mumblegore” – also billiger, doch künstlerisch ambitionierter Horrorfilme – entwickelten sich so schon Karrieren, die es andernfalls vielleicht nie gegeben hätte. Horror war von jeher ein Genre, in dem man mit wenig Geld eindrucksstarke Filme machen konnte: “The Night of the Living Dead” von George Romero, “Eraserhead” von David Lynch, “Dementia 13” von Francis Ford Coppola oder “Piranha Part Two” von James Cameron war sämtlich Billigstproduktionen, deren Schöpfer anschließend erfolgreiche Hollywood-Karrieren hinlegten. Der Independent-Regisseur Adam Wingard drehte 2007 für 2.000 Dollar seinen Film “Pop Skull” über einen verwirrten Teenager, der im Hustensaft-Rausch Geister sieht. Sein neuestens Werk “You´re Next” – ein intelligenter Slasherstreifen in der Tradition von “Halloween” und “Texas Chainsaw Massacre” – kam auch in Deutschland in die Kinos. Obwohl der Streifen mit einem Budget von einer Million Dollar kein Low-Budget-Film war (eine Summe, die im Vergleich mit gängigen Hollywood-Filmen gleichwohl einem Griff in die Portokasse gleichkommt), setzte Wingard auf die bewährte Mumblecore-Kumpel-Formel: Das pfiffige Drehbuch kam dem befreundeten Regisseur Simon Barrett, gleichgesonnene Low-Budget-Filmemacher wie Nicht alle sind von dieser Entwicklung begeistert: “Für die Kinos ist das nicht gut”, sagt Barbara Suhren, die in Berlin das Kino fsk betreibt und außerdem über den Verleih Peripher Filme von Regisseuren wie Thomas Arslan und Gus Van Zandt in die deutschen Programmkinos bringt. Im Augenblick sei Video-on-demand in Deutschland zwar noch ein kleiner Markt, aber trotzdem eine Bedrohung für die Kinos, die anspruchsvolle Filme zeigten, ohne damit viel Geld zu verdienen. Und IFC angeboten Silver Bullets und Art History kaufen", fährt er fort, "und sie waren okay Angebote . Aber sie waren die gleiche Art von Geschäften ich mit ihnen zu tun haben für eine Weile. Es gibt nicht viel wackeln -Zimmer in ihrer Struktur , die Dinge wie ein Box-Set von DVDs zu tun. Diese [ vier ] Filme fühlte sich so persönlich für mich und klein, dass ich ihnen eine besondere Behandlung wollte. " Er fügt hinzu , obwohl, " Andere Filme von mir passt perfekt in das IFC -Modell, und ich hoffe, dass sie auch weiterhin um sie zu lösen . "Swanberg sagt seine Filme in der Regel tun, 20.000 Bestellungen auf VOD aber , wie der Rest der Branche, seine DVD-Verkäufe " sind von einer Klippe gefallen ist. "hoffe auf eine direct-to -fan Erfahrung, die Independent-Film physischen Medien definiert in einer Zeit von Torrents , Streaming und Schnäppchen -bin -Discs erstellen. " Ich schaue auf meine eigene DVD-Regal und es gibt 300 DVDs gibt ", sagt Swanberg . " Aber ich habe nicht eine neue DVD in zwei Jahren gekauft. Physikalische DVDs - es gibt nichts über sexy sie nicht mehr. Sie sind generische silbernen Tellern . Als ich das erste sprach mit Matt darüber , sagte ich, " Nehmen wir an, die Filme sind kostenlos - sie sind das Werbegeschenk. Alles wird Raubkopien heute sowieso. Es geht darum, all die anderen Sachen , die Aufzeichnungen und Bücher. Das ist, was ich immer noch Geld für - Produkte kann ich eine taktile Erfahrung mit haben . Und das ist, wo dieser Satz wird sich differenzieren , und das ist , wo das Essen Analogie kommt in. Es cooles Foto Bücher auf Papier von guter Qualität , die fühlen sich gut an in der Hand halten wird gedruckt sein wird. Sobald wir die Filme Mail aus , wird jemand sie online zu stellen , aber man kann nicht die Erfahrung hält das Fotobuch oder 45 online. "“IFC offered to buy Silver Bullets and Art History,” he continues, “and they were okay deals. But they were the same kind of deals I’ve been doing with them for a while. There is not a lot of wiggle-room in their structure to do things like a box-set of DVDs. These [four] movies felt so personal to me and small that I wanted to give them special treatment.” He adds, though, “Other movies of mine will fit perfectly in the IFC model, and I hope they’ll continue to release them.”Swanberg says his films will typically do 20,000 orders on VOD but, like the rest of the industry, his DVD sales “have fallen off a cliff.”hope to create a direct-to-fan experience that redefines independent film physical media in a time of torrents, streaming and bargain-bin discs. “I look at my own DVD shelf and there are 300 DVDs there,” says Swanberg. “But I haven’t bought a new DVD in two years. Physical DVDs — there’s nothing sexy about them anymore. They are generic silver plates. When I first talked to Matt about this, I said, ‘Let’s pretend the movies are free — they’re the giveaway. Everything gets pirated today anyway. It’s about all the other stuff, the records and books. That’s what I’ll still spend money on — products I can have a tactile experience with. And that’s where this set is going to differentiate itself, and that’s where the food analogy comes in. There will be cool photo books printed on good quality paper that will feel great to hold in your hand. As soon as we mail the films out, someone will put them online, but you can’t put the experience of holding the photo book or 45 online.”
Publikationsort unbekannt · 16.11.2013
Ohne überlieferte Überschrift
Datum: Speicherdatum der Manuskriptdatei, nicht unbedingt Erscheinungsdatum.