Digital Art Museum (DAM) eröffnet - eine Dependance im physischen Raum von einer ursprünglich nur im Internet zu besichtigenden Galerie. Seit 2001 entwickelt Lieser zusammen mit der Metropolitan University in London eine Website zur Computerkunst, die sich zwar immer noch im Aufbau befindet, aber trotzdem schon jetzt einen guten Überblick über das Genre bietet. Neben Vertretern der
klassischen Computerkunst
wie Herbert W. Franke, Manfred Mohr oder Harold Cohen finden sich hier auch Künstler wie Richard Hamilton. In Berlin hat Lieser sich in Mitte im Umfeld der Kunstwerke und einiger verbliebener Galerien bewusst in einer "Kunstgegend" angesiedelt.
>>>>Bei seiner Eröffnungsausstellung zeigt er unter anderem einen komplett am Rechner hergestellten Film des Berliners Gerhard Mantz, der eine sich unmerklich verändernde Landschaft zeigt, digitale Collagen von James Faure Walker und von einem Algorithmus genierte Zeichnungen von Jean-Pierre Hébert. Gerade generative Kunst hat in den letzten Jahren unter jungen Künstlern wie Adrian Ward wieder Anhänger gefunden. Wieser:
Viele Studenten wissen gar nicht nicht, dass so etwas schon in den 50er Jahren gemacht worden ist.
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Tucholskystr. 37, 10117 Berlin
Das Digital Art Museum im Internet
www.dam.org
Die Eröffnungsausstellung
Berlin, Welcome
ist noch bis zum 20. Mai zu sehen. Ab dem 31. Mai 16-20 Uhr Paul Donda - Schöner Wohnen
Mar
igenden Galerie. Seit 2001 entwickelt Lieser zusDas Digital Art Museum hat in Berlin eröffnet
Von Tilman Baumgärtel
Man könnte also am zutreffendsten sagen, dass die analytische Maschine so Algebra-Formeln webt wie ein Webstuhl Blumen und Blättermuster.
So beschrieb die britische Adlige Ada Lovelace 1833 die Funktion der Analytical Engine des britischen Mathematikers Charles Babbage. Die Analytical Engine gilt heute als erster Computer, und Ada Lovelaces Gedanken über die Möglichkeiten, mit der Maschine Muster herzustellen, als erste Erwähnung von Software. Allerdings sollte es noch über hundert Jahre dauern, bis sich zum ersten Mal tatsächlich Künstler an den Rechner wagten.
In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts begannen Künstler wie Ben Laposky in den USA und Herbert W. Franke in Deutschland, mit dem Computer zu experimentieren. Die Computerkunst, die sich in dieser Zeit entwickelte, hat immer ein Nischendasein geführt. Zwar gab es in den 50er Jahren Berührungspunkte mit der Konkreten Kunst, in den 60er und 70er Jahren mit der Konzeptkunst und der Videokunst, und auch arrivierte Museen wie das ICA in London und das Musee d'Art Modern in Paris zeigten in den technologiefreundlichen Sixites gelegentlich Kunst aus dem Rechner. Doch trotz kurzzeitigem Interesses bildete sich kein dauerhafter Markt für Computerkunst. Die entwickelte sich in den 80er und 90er Jahren zur Sache für eine eingeschworene Clique von Künstlern, die sich bei Konferenzen wie Ars Electronica, ISEA oder Siggraph trafen und nur sporadischen Kontakt zur
wirklichen
Kunstwelt hatte.
Wenn man Wolfgang Lieser glauben will, ändert sich das nun. Der Galerist beobachtet seit zwei Jahren ein zunehmendes Interesse an digitaler Kunst; sogar Firmensammlungen wie die der Deutschen Bank hätten Interesse an Arbeiten der von ihm vertretene
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egend" angesiedelt.
>>>>Bei seiner Eröff
Walkergelegentlich Kunst aus dem Rechner.