Wie kommt das Euro-Zeichen auf den PC? Für ältere Software gibt es Updates im Internet
BERLIN, 28. Dezember. Auf den meisten Computertastaturen fehlt es noch: das Euro-Zeichen. Während das Dollar-Symbol schon seit Jahrzehnten auf den Tasten von Schreibmaschinen und Computern zu finden ist, gibt es das Zeichen für die europäische Gemeinschaftswährung nur auf ganz neuen Rechnern. Dort steht es neben dem E.
Aber auch mit älteren Computern kann man das Euro-Zeichen schreiben. Es liegt nicht am Rechnertyp, sondern an der benutzten Software, ob und wie man das Symbol für das neue europäische Geld tippen und drucken kann. Wie also kommt das Euro-Zeichen auf den Computer?
Wer nicht weiß, ob seine Software das Euro-Zeichen kennt, kann dies ganz leicht mit gleichzeitigem Drücken der Tasten "Alt Gr" und "E" testen: Ist Windows 98 oder ein anderes neueres Betriebssystem installiert, so ist das Zeichen vermutlich auf dem
MS DOS nicht eurofähig
Wer auf seinem Computer ein älteres System wie Microsoft Windows 3.1, Windows 95, Windows NT hat, findet auf einer speziellen Internetseite des Herstellers Microsoft entsprechende Updates zum Herunterladen, um das Programm für die Euro-Umstellung So kann das Zeichen einer Tastenkombination zugeordnet werden. Wer noch immer an seinem MS-DOS-System aus den achtziger Jahren festhält, muss weiter mit D-Mark rechnen: Keine MS-DOS-Version ist eurofähig.
User von Apple-Macintosh Mac OS 9 können das Eurozeichen über die Tastenkombination Option-E abrufen. Wer ältere Versionen des Mac-Betriebssystems auf seinem Rechner installiert hat, muss Umschalt-Wahltaste-D zusammen drücken. Für noch ältere Betriebssysteme gibt es im World Wide Web auf der Homepage von Adobe, einer amerikanischen Firma für Grafik-Software, Hilfe.
Unterstützung im Linux-System
Auch Freunde des alternativen Betriebssystems Linux gelangen mit "Alt Gr" und "E" zum Eurosymbol. Die weit verbreitete Linux-Version der Nürnberger Suse Linux AG hat seit ihrer Version 7.2, die unter der Benutzeroberfläche KDE 2 läuft, in das Programm eine Unterstützung für das Euro-Zeichen integriert.
Auch im World Wide Web ist der Euro inzwischen zu sehen: im HTML, dem Code, mit dem Web-Seiten geschrieben werden, gibt es ab der Version 4.0 einen eigenen Befehl, der auf den schönen Namen € hört. Damit aus dem Buchstabensalat ein Euro-Zeichen wird, muss der User allerdings über einen Browser verfügen, der das Zeichen auch anzeigen kann. Bei den neueren Versionen von Microsoft Explorer und Netscape ist das der Fall.
Hilfreiche Internet-Adressen:
Das Euro-Symbol
Microsoft
www.eu.microsoft.com/ germany/themen/euro/