Der Online-Buchhändler Amazon.com manövriert sich durch merkwürdige Geschäftspraktiken ins Zwielicht. Wie eine Reporterin der amerikanischen Zeitschrift "Computerworld" herausgefunden hat, berechnet der Buchversand seinen Kunden für die gleichen Produkte verschiedene Preise.
Je nachdem, mit welchem Browsertyp man die Amazon-Site besucht, werden verschiedene Dollarbeträge angezeigt: die DVD-Version von "Planet der Affen" wurde den Benutzern eines Netscape-Browsers für 64 Dollar angeboten, während Kunden, die den Internet Eine Sprecherin des Unternehmens erklärte die Preisdifferenz mit einer "Neuausrichtung" der Website, bei der deren Gestaltung und die Preisgestaltung überprüft werden soll.
Bereits Anfang der Woche hatte Amazon seine Kunden über eine Änderung seiner Datenschutzrichtlinien informiert, wonach persönliche Daten in bestimmten Fällen an andere Unternehmen weitergegeben werden können. Beim Erwerb einer Firma gehörten die zugehörigen Kundendaten zu den grundlegenden Vermögenswerten, erklärte die Gesellschaft.
"Im unwahrscheinlichen Fall, dass Amazon.com Inc. oder alle seine Vermögenswerte übernommen werden, gehören die Kundeninformationen selbstverständlich zu den mit zu übertragenden Vermögenswerten", heißt es in einer Mitteilung an Kunden des
Derzeit würden jedoch persönliche Daten der Kunden nicht an andere Unternehmen verkauft oder mit diesen ausgetauscht. Als Ausnahme nannte Amazon.com Partnerfirmen wie drugstore.com. Die Nutzer der deutschen Dependance Amazon.de sind von dem Fall nicht betroffen; aus Gründen des Datenschutzes ist diese Art von Transfer hierzulande nicht möglich.