Point and Click Mein Leben als Ratte Neue CD-Rom von den Residents: Bad Day on the Midway Ein Luftbild von einem heruntergeko Point and Click Mein Leben als Ratte Neue CD-Rom von den Residents: Bad Day on the Midway Ein Luftbild von einem heruntergekommenen Rummelplatz. Der Blick bewegt sich über die verwahrloste Anlage, die von einem abenteuerlichen Sonnenuntergang in ein purpurnes Licht getaucht wird, als würden wir in einem Helicopter sehen. Näher und näher bewegen wir uns auf die schaurigen Buden des Jahrmarkts herab, scheinen fast schon die ins Leere ragende Dachbalken zu streifen, da taucht plötzlich ein riesiges Neon-Schild vor uns auf, das wie auf ein geheimes Signal in grellen Farben aufleuchtet: „The Residents: Bad Day on the Midway“. Eine dumpfe Musik rappelt los... So oder so ähnlich könnte auch ein Film beginnen. Tun auch viele, Coppolas One from the heart zum Beis Point and Click Mein Leben als Ratte Neue CD-Rom von den Residents: Bad Day on the Midway Ein Luftbild von einem heruntergeko Point and Click Mein Leben als Ratte Neue CD-Rom von den Residents: Bad Day on the Midway Ein Luftbild von einem heruntergekommenen Rummelplatz. Der Blick bewegt sich über die verwahrloste Anlage, die von einem abenteuerlichen Sonnenuntergang in ein purpurnes Licht getaucht wird, als würden wir in einem Helicopter sehen. Näher und näher bewegen wir uns auf die schaurigen Buden des Jahrmarkts herab, scheinen fast schon die ins Leere ragende Dachbalken zu streifen, da taucht plötzlich ein riesiges Neon-Schild vor uns auf, das wie auf ein geheimes Signal in grellen Farben aufleuchtet: „The Residents: Bad Day on the Midway“. Eine dumpfe Musik rappelt los... So oder so ähnlich könnte auch ein Film beginnen. Tun auch viele, Coppolas One from the heart zum Beispiel, beginnt mit einer ganz ähnlichen Titelsequenz. Doch The Residents: Bad Day on the Midway, für PC und Mac, Inscape/Time Warner Interactive, ca. 100 DM. Die Residents haben auch eine Web-Page: http://www.csd.uwa.ca/tzoq Tilman Baumgärtel temberaubenderihn von aus ragende Dachbalken zu streifen. Dfängt ander abenteuerliche Flug über den Rummel, der irgendwie an das abgewrackte Coney Island in New York erinnert, steht am Anfang der neuen CD-Rom-Produktion der kalifornischen Elektro-Avant gardeband The Residents. Dieses „interaktive Rollenspiel“ ist - wie schon sein Vorgänger „Freakshow“ - ein Quantensprung in der Multimedia-Entwicklung. Den Residents und ihrem Spieldesigner Jim Ludtke ist endlich gelungen, woran CD-Rom-Entwickler schon seit geraumer Zeit basteln: Die Interaktivität von Computerspielen mit den psychologisch motivierten Charakteren des Spielfilms zu verbinden. Oder, um es kurz zu sagen, „A Bad Day on the Midway“ ist einfach mal geil, geil, geil... (/Residents/ stark„A Bad Day on the Midway“ ist nicht wieder eine wahre Augenweide auf dem Computer-Monitor. vor allem Wie sie das machen, erfahren wir gleich nach der Spielfilm-Einleitung: Aus dem Nichts taucht unter Wie ader schwer baufälligen Achterbahn im Abenddämmer der kleine Timmy auf und springt mit den Worten Wow, this place´s cool gleich mitten ins Spiel. In einer (Kamera-?)Bewegung, die eÈ _“ kann man sich sogar in 3-D durch den grausen Jahrmarkt bewegen. Das einzige Manko dieser Produktion ist leider, daß sie erst auf superschnellen Computern mit 16 MB Arbeitsspeicher richtig läuft. Soviel morbiden Spaß wie mit dieser CD-Rom hatte ich nicht mehr, seit ich als zehnjähriger in einer Nacht mit der Taschenlampe unter der Bettdecke Der illustrierte Mann von Ray Bradbury durchgeschmökert habe... ndieses Rollenspiel im Koma liegt, gUKopf, als er Timmy eanderenOder so ähnlich. Aber trotzdem: Z piel, beginnt mit einer ganz ähnlichen Titelsequenz. Doch The Residents: Bad Day on the Midway, für PC und Mac, Inscape/Time Warner Interactive, ca. 100 DM. Die Residents haben auch eine Web-Page: http://www.csd.uwa.ca/tzoq Tilman Baumgärtel temberaubenderihn von aus ragende Dachbalken zu streifen. Dfängt ander abenteuerliche Flug über den Rummel, der irgendwie an das abgewrackte Coney Island in New York erinnert, steht am Anfang der neuen CD-Rom-Produktion der kalifornischen Elektro-Avant gardeband The Residents. Dieses „interaktive Rollenspiel“ ist - wie schon sein Vorgänger „Freakshow“ - ein Quantensprung in der Multimedia-Entwicklung. Den Residents und ihrem Spieldesigner Jim Ludtke ist endlich gelungen, woran CD-Rom-Entwickler schon seit geraumer Zeit basteln: Die Interaktivität von Computerspielen mit den psychologisch motivierten Charakteren des Spielfilms zu verbinden. Oder, um es kurz zu sagen, „A Bad Day on the Midway“ ist einfach mal geil, geil, geil... (/Residents/ stark„A Bad Day on the Midway“ ist nicht wieder eine wahre Augenweide auf dem Computer-Monitor. vor allem Wie sie das machen, erfahren wir gleich nach der Spielfilm-Einleitung: Aus dem Nichts taucht unter Wie ader schwer baufälligen Achterbahn im Abenddämmer der kleine Timmy auf und springt mit den Worten Wow, this place´s cool gleich mitten ins Spiel. In einer (Kamera-?)Bewegung, die eÈ _ines Oliver Stones würdig wäre, bewegt sich unser Blick um Timmy herum, scheint von hinten in seinen Schädel zu fahren, und nach einem kurzen Augenblick Ain einem fliegen, bewegtunser Blick kommen fast t mam schon Titelmuin Moll legt schleppend los.nur mal das „interaktive Geschichtenerzählen“ funktioniertdemonstriert gleich die erste Sequenz Kopf und. Und plötzlich sehen wir die Welt durch Timmys Augen, den wir per Mausklick losdirigieren können, um die unheimlichen Attraktionen des Rummelplatzes ú ø b zu erkunden: Die Kill-A-Commie-Schießbude zum Beispiel, in der man auf Stalin-Fratzen schießen kann. Oder eine Geisterbahn, die einen an den „zehn besten Foltermethoden der Welt“ vorbeifährt. In eine Holzhütte, in der „Lotti, der lebende Baumstamm“ eine haarsträubend-grausige Vorstellung gibt. Oder zu der Show der tätowierten Striptease-Tänzerin Dagmar. Und diese verlorenen Seelen sind nicht die einzigen Leute, die wir auf dem Rundgang über den Rummel kennenlernen. Es ist ein trauriger Haufen von Gescheiterten und Außenseitern, die auf der Kirmes ihr mageres Auskommen gefunden haben: Da ist der stotternde Versager Otto und der erfolglose Gelegenheitsdieb Jocko, die Wahrsagerin Madame Mandrake und ein graugesichtiger Finanzbeamter, der bei dem fahrenden Volk auf dem Rummel Steuern eintreiben will. Und da ist die gescheiterte Country-Sängerin Dixie, deren Mann seit einem Unfall im Koma liegt (und dessen Wahnvisionen, „ein Strudel aus aus ´Bildern und Geräuschen“, wir durch Mausklick auf den Bildschirm rufen können).
Genau bei der Darstellung von Personen hakte es bei den normalen Computer-Spielen bisher. Die Helden der meisten Games waren psychologisch Pappkameraden, die über kein wahrnehmbares Seelenleben verfügten. Bei „Bad Day on the Midway“ dagegen können wir jede handelnde Person „von innen“ kennenlernen. Jedesmal wenn wir einem der Akteuren zwischen den Rummelplatzbuden begenen, können wir den Charakter wechseln und von einem „Wirt“ in den anderen schlüpfen - sogar in die Rennratte Oscar!!! Und plötzlich nehmen wir die Welt nicht nur aus dem Blickwinkel unseres neuen Gastgebers wahr, sondern können sogar seine Gedanken lesen: Denn unten auf dem Bildschirm läuft die ganze Zeit eine Art Stream of Conscious mit: Wonder what my kid looks like now, fährt es Otto, der seiner Familie davongelaufen ist, durch den Kopf, als er Timmy in die Augen sieht. Und Dixie muß dauernd an ihr Mutter denken, die viel zu jung gestorben ist. Die 200 Zeilen, die in der taz für CD-Rom-Kritiken zur Verfügung stehen, reichen nicht aus, um mit den Spekulationen darüber auch nur anzufangen, was dieses bruchlose Morphing von einer Identität zur nächsten für Auswirkungen auf Erzähltechnik, Charakterentwicklung und Menschenbild in digitalen Medien haben könnte. Belassen wir´s darum bei der Feststellung, daß es ein ganz schön komisches Gefühl ist, die Welt einmal mit den Augen des irren Seriekillers Ted zu sehen, einmal (als Timmy) Teds Schmetterlingssammlung gezeigt zu bekommen und einmal (als Dixie) von Ted erwürgt zu werden. Wenn das keine merkwürdige Identitätspolitik ist... Museumsreife Multimedia: „Bad Day on the Midway“, die nTheWenn es in ein paar Jahren das erste Multimedia-Museum gibt, wird „Bad Day“ garantiert zu den Exponanten gehören. Die Graphik von „Bad Day“ sieht aus, als hätte George Grosz als Zeichner der Disney-Studios unter der Regie von David Lynch ein Drehbuch von Lars von Trier bearbeitet. Schwer und schaurig schleicht die Musik der Residents um die Bilder. Und dank der neuen Software „Quicktime V.R. “ kann man sich sogar in 3-D durch den grausen Jahrmarkt bewegen. Das einzige Manko dieser Produktion ist leider, daß sie erst auf superschnellen Computern mit 16 MB Arbeitsspeicher richtig läuft. Soviel morbiden Spaß wie mit dieser CD-Rom hatte ich nicht mehr, seit ich als zehnjähriger in einer Nacht mit der Taschenlampe unter der Bettdecke Der illustrierte Mann von Ray Bradbury durchgeschmökert habe... ndieses Rollenspiel im Koma liegt, gUKopf, als er Timmy eanderenOder so ähnlich. Aber trotz RennrMuseumsreife Multimedia: düsterenschon die nbloß Charakterenann man wie mit der Squid-Technologie in Kathryn Bigelows „Strange Days“. Nein, wir lesen s Schädel ist voll mit Gedanken an idamals Wn?!umgebracht zu bearbeitetegal:bei „Bad Day“