Da sind sie wieder: Nachdem das linke Ezine "Trend" Anfang des Jahres nach einem Konflikt mit seinem Provider voruebergehend offline war, gibt es nun eine neue Netzpräsenz: Partisan.net.

Das gaben Mitglieder des Netzkollektivs am Pfingstwochenende bei der Volksuni '98 in Berlin bekannt. Die neue Site ist als eine Sammelstelle für linke Zeitschriften gedacht, die "ihre Webpräsenz providerunabhängig selbst organisieren" wollen. Zur Zeit sind außer "Trend" auch die Homepages von "Espero", "Stressfaktor", dem "Revolutionären Funken" und dem ID-Archiv zu finden. Wer wissen will, wo in Berlin die Volxküche aufkocht oder Interesse an einer marxistischen Analyse der Lean Production bei Toyota hat, ist hier an der richtigen Adresse. Allerdings ist zur Zeit noch einiges "under construction".

Für die Zukunft hat Partisan.net große Pläne: In einigen Monaten will man bundesweit Internetzugang für zahlende Mitglieder anbieten. In mindestens 10 Städten soll es Einwahlknoten geben, über die man für 25 Mark im Monat "als Partisan durchs Internet surfen" soll. Mit den Einnahmen aus diesen Accounts soll die Webpräsenz für Gruppen aus dem "linken Spektrum" auf Partisan.net finanziert werden:.

"Fünfzig InternetpartisanInnen mit Standardaccount oder 30 mit Förderaccount zu 30,00 DM würden ausreichen, um bereits die gewärtig laufenden Kosten aller Partisan.net Projekte auf NULL zu bringen", heißt es in einer Presseerklärung von Partisan.net.

Auch andere linke Gruppen können sich ins Partisan.net einklinken, und entweder eine eigene Subdomain einrichten, oder per "Re-Direction" den Content von ihrer eigenen Site auch bei Partisan.net veröffentlichen.

Tilman Baumgärtel