Das Berliner Internetprojekt "Kulturserver" sendet seit diesem Wochenende zusammen mit dem Piratensender "twen fm" jede Nacht im Internet und im Offenen Kanal. Nach dem Sendeschluss des Offenen Kanals um Mitternacht strahlt der Sender zwei Stunden lang das Programm aus, das über die Website des Kulturservers im Netz verbreitet wird. Am Wochenende litt die Ausstrahlung noch unter technischen Mängeln, doch in naher Zukunft soll jeder Internetnutzer seine eigenen Beiträge auf die Seite hochladen können. "Alle sollen senden können", fordert Klaas Glenewinkel von Kulturserver. Das technische Experiment soll zunächst für zwei Monate laufen, sagt Detlef Linke vom Offenen Kanal. (tel.)
HAUSVERBOT: Ein virtuelles Hausverbot gegen Besucher so genannter Chat-Räume im Internet darf nur bei ausdrücklichen Verstößen gegen die üblichen Verhaltensmaßregeln ausgesprochen werden. Nach einer Entscheidung des Landgerichts Bonn gilt für Chatrooms das gleiche Recht wie für normale Geschäftslokale. Danach habe jeder das Recht auf freien Zutritt. Der Inhaber dürfe sein Hausrecht nicht willkürlich ausüben. (dpa)
KETTENBRIEF: Seit Tagen im Internet kursierende Meldungen über das Anzapfen von Handys haben sich als Scherz entpuppt. In dem Kettenbrief heißt es: "Wenn Sie eine Nachricht auf Ihrem Handy erhalten, dass Sie unter der Nummer 0141.455414 zurückrufen sollen, antworten Sie auf keinen Fall darauf. Ihre Rechnung würde sonst ins Unermessliche steigen." Laut Telekom gibt es die Vorwahl 014 in Deutschland jedoch nicht. Fremde Handys über eine mögliche Geheimnummer "anzuzapfen", wie es in dem Kettenbrief weiter heißt, ist laut Telekom nicht möglich. (ddp)