Um 11.00 Uhr soll die Pressekonferenz laut Einladung anfangen, um 11.01 Uhr die Journalisten begrüßt werden; um 11.05 Uhr ergreift Marc Wohlrabe, Initiator des Medienfestivals Berlinbeta, das Wort. Und um 11.15 Uhr ist man dem exakt geplanten Konferenzablauf schon um fünf Minuten voraus. Ja, so sind sind sie, die jungen Kulturproduzenten aus Berlins Neuer Mitte: Immer ihrer Zeit voraus und hart am Puls des Geschehens. Das jedenfalls wollen die Macher der Veranstaltung suggerieren, die an diesem Wochenende zum dritten Mal in Berlin stattfindet.

Wer erklären will, was "Berlinbeta 3.0" genau ist, kommt schnell in Definitionsschwierigkeiten: ein Symposium für digitale Medien? Eine Konferenz mit angeschlossenem Filmfestival? Eine Messe mit abendlichen Clubevents? Von allem etwas und nichts richtig, könnte die Antwort lauten, wenn sich ab Freitag buntes, digitales Volk im Haus der Kulturen der Welt unter dem Motto "Reload" zusammenfindet, um über Architektur, Webgestaltung, digitales Kino, Interface-Design und "Digital Delirium", der Titel eines der zahlreichen Panels, fasst vielleicht am besten das Thema der Veranstaltung zusammen.

Dass die New Economy, deren Loblieb bei der Berlinbeta in den vergangenen Jahren gesungen wurde, ins Trudeln gekommen ist, ist auch den Initiatoren nicht entgangen. Darum haben sie Nick Hall, den Begründer von "Startupfailures.com", eingeladen. Der spendet auf seiner Website gescheiterten Internet-Jungunternehmern Trost und Rat. Selbigtes will auch Berlinbeta ihren Besuchern bieten. (tel.)

Weitere Informationen zur Konferenz unter

www.berlinbeta.de