Adresse: www.macarthurpark.com

Bill Gates ist tot. Erschossen am 2. Dezember im Mac-Arthur-Park in Los Angeles, als er bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung auftreten wollte. Erschossen von einem Einzelgänger, der den internationalen Klassenkampf auslösen wollte, indem er den reichsten Mann der Welt erschoss.

So steht es jedenfalls auf der Website "MacArthurPark", die seit einiger Zeit die Dreharbeiten zu einem gleichnamigen Film begleitet. Der Film beschäftigt sich mit dem Mord an Gates. Oder genauer gesagt, mit den Zweifeln an der offiziellen Version des Tathergangs. Denn in Los Angeles hat sich ein Wahrheitskomitee gebildet, das herauszufinden versucht, wer tatsächlich hinter dem Mord steckt. Ihrer Ansicht nach beging den nicht ein irrer Einzelgänger, sondern eine nicht näher bezeichnete Verschwörung.

Das Ganze ist, man ahnt es schon, ein Fake. Regisseur Brian Flemming hat sich den Erfolg von "Blair Witch Project" zum Vorbild genommen, der ja auch durch eine elaborierte Internetkampagne zum Kassenschlager geworden war. Auf seiner Website begleitet er die Dreharbeiten zu dem "Mockumentary" über den Anschlag auf den Microsoft-Chef. Dem Vernehmen nach soll die Firma über den Film nicht gerade glücklich sein.

Gezeigt werden soll der Film über den imaginären Mord im kommenden Jahr auf einem Filmfestival. Und imaginär ist er natürlich. Denn wie wir ja alle wissen, ist Bill Gates noch am Leben und es geht ihm gut. Doch gesehen haben wir ihn schon lange nicht mehr. Eigentlich noch nie, wenn man es genau gibt. Im Grunde ist Gates für uns nicht realer als die Website über diesen Film. Wobei man sich zu fragen beginnt, ob es den Film und seinen Regisseur Flemming eigentlich gibt. Oder den Mac-Arthur-Park. Oder Los Angeles.

Bei Lichte betrachtet könnte all das auch nur eine Verschwörungstheorie sein. Und in Wirklichkeit ist die Erde doch eine Scheibe, John Kennedy wurde vom FBI erschossen, wir sind hier in der "Truman Show", und Bill Gates ist in Wahrheit die Blair Witch.