AP/WILLIAM PLOWMANS Web-Erfinder Berners-Lee arbeitet an der Programmiersprache Curl.
Tim Berners-Lee, der "Erfinder" des World Wide Web, will das Internet noch einmal verändern. Die neue Websprache Curl soll alle derzeit existierenden Webtechnologien vereinen. Zur Zeit werden Webpages in dem Code HTML geschrieben. Für andere Funktionen, wie zum Beispiel das Übetragen von Animationen, Ton und bewegten Bildern, brauchen die User allerdings besondere Programme. Das soll sich nach dem Willen von Berners-Lee ändern, der nach eigener Aussage "das Web neu erfinden" will.
Der Physiker arbeitet an der Entwicklung der Programmsprache Curl mit, die HTML ablösen und zur Websprache der ersten Wahl werden soll. In den USA widmet sich ein eigenes Startup-Unternehmen mit der Unterstützung von Berners-Lee diesem neuen Projekt.
Nach Auffassung der Gründer ist für das Erstellen von Webdokumenten eine neue Sprache dringend erforderlich. Denn die Hypertext MarkupLanguage (HTML) basiert eigentlich auf ganz anderen Grundlagen und ist erst im Nachhinein auf das World Wide Web zugeschnitten worden. Ursprünglich war HTML ausschließlich zur Formatierung und Darstellung miteinander verknüpfter Hypertext-Dokumente (Links) gedacht. Doch im Laufe der Zeit wurde es zum Standard für Nutzeroberflächen, bei denen Techniken aufgesetzt werden, die mit dem ursprünglichen HTML nichts mehr zu tun haben.
Die rasante Entwicklung im Web übersteigt die Fähigkeiten der einfachen Hypertext-Markup-Sprache HTML. Curl soll darum so gestaltet werden, dass es alle Eigenschaften von HTML anbietet und darüber hinaus all das integrieren, wozu heute noch verschiedene Werkzeuge nötig sind. Der Curl-Nutzer soll unter anderem verbesserte Multimedia- und 3D-Darstellungen erstellen können. Um sich das anzusehen, braucht man einen Plug-In für den Browser. (tel.)
Curl
www.curl.com